Eine ebene Fläche zu folieren ist einfach: Klebefolie ausrollen, andrücken, fertig. Doch bei gebogenen Wänden oder Trennwänden wird die Sache komplexer. Hier muss die Folie exakt den Rundungen folgen und sauber anliegen.
Mit etwas Übung und dem Erkennen potenzieller Probleme gelingt dies aber problemlos.
Im Gegensatz zu glatten Oberflächen erfordert das Folieren von gebogenen Wänden mehr Technik, denn die Folie kann sich ungleichmäßig dehnen – das führt zu verzogenen Mustern oder Texten. Auf stark strukturierten Oberflächen haftet Vinyl schlecht, was das optische Ergebnis negativ beeinflussen kann.
Blasenbildung ist ein typisches Problem beim Anbringen auf unebenen oder gewölbten Flächen. Einzelne Falten sind normal – aber sichtbare Blasen stören die Optik und führen oft zum Ablösen. Mit Heißluftfön und Rakel lassen sich solche Fehler deutlich reduzieren.
Gerade auf gebogenen Flächen kann die Klebkraft schwinden – besonders, wenn die Oberfläche nicht korrekt vorbereitet wurde. Die Lösung: gründliche Reinigung, bevor die Folie angebracht wird. Schon kleinste Schmutzpartikel können die Haftung beeinträchtigen – ähnlich wie bei Displayschutzfolien.
Um ein glattes Ergebnis zu erzielen, benötigen Sie das richtige Werkzeug:
Hochwertige Klebefolie – flexibel und formbar, ideal für Rundungen
Maßband – für präzise Zuschnitte
Weiches Tuch – z. B. ein Mikrofasertuch zur Reinigung
Malerkrepp – zur Markierung von Übergängen und Kanten
Cuttermesser – zum exakten Zuschneiden der Folie
Markierstift – zur Orientierung beim Schneiden
Rakel – um Blasen auszudrücken und für gleichmäßigen Druck
Heißluftfön – macht die Folie geschmeidig und anpassbar
Bevor Sie loslegen, testen Sie die Folie auf der Wand. Bestellen Sie ein Muster Ihres Wunschdesigns und prüfen Sie, ob es gut haftet. Wichtig: Vinyl haftet nicht auf abwaschbarer Farbe – diese ist schmutzabweisend und somit auch folienabweisend.
Bevor Sie Material und Platzierung final wählen, sollten Sie einen Haftungstest machen. Profis verwenden dafür spezielle Test-Kits – im DIY-Bereich reichen mehrere Versuche und etwas Erfahrung.
Reinigen Sie die Wand gründlich. Lose Farbe, Risse oder Unebenheiten beeinträchtigen nicht nur das Aussehen, sondern auch die Haftung.
Messen Sie die Fläche in Zentimetern (Breite × Höhe) und geben Sie je Seite ein paar Zentimeter hinzu, um Rundungen auszugleichen. Für gebogene Flächen empfehlen sich maßgeschneiderte Folien.
Der Trick bei gewölbten Flächen: Stück für Stück arbeiten. Ziehen Sie nur 2–3 cm der Folie ab und drücken Sie sie mit dem Rakel fest. So verhindern Sie Falten und Blasen.
Empfohlene Vorgehensweise:
Reinigen Sie die Wand mit einem 70/30-Gemisch aus Isopropylalkohol und Wasser.
Warten Sie 10 Minuten.
Bringen Sie die Folie Streifen für Streifen an.
Blasen? Mit einer Nadel punktieren.
Mit Heißluftfön die Folie anpassen und glätten.
In feuchten Räumen sollten alle Kanten abgedichtet werden. Verwenden Sie dafür Silikon an Übergängen, oben und unten. So verhindern Sie, dass Dampf oder Wasser unter die Folie gelangt – für ein langlebiges Ergebnis.
Trotz klarer Anleitung kann das Anbringen von Vinyl auf Rundungen knifflig sein. Hier einige wichtige Tipps:
Keine aggressiven Reiniger verwenden – Reinigungsmittel wie Windex oder Chemikalien hinterlassen Rückstände, die die Haftung stören.
Wasserbasierte, seidenmatte Latexfarbe nutzen – Matte oder raue Farben erschweren das Haften der Folie.
Oberflächenmängel nicht mit Folie kaschieren – Risse, Dellen und Löcher bleiben sichtbar – die Fläche sollte so glatt wie möglich sein.
Nach dem Streichen warten – Neue Farbe sollte mindestens zwei Wochen trocknen, bevor Folie aufgebracht wird.
Die Folierung gebogener Wandflächen kann herausfordernd sein – aber mit diesen Schritten und Werkzeugen gelingt sie zuverlässig.
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